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Spiral Dynamics Integral –
Eine (r) evolutionäre Perspektive für das 21. Jahrhundert
In diesem Jahrhundert wurden drei bahnbrechende Theorien entwickelt, die sich mit dem Umgang mit Komplexität beschäftigen:
die Systemtheorie, die Chaostheorie und Spiral Dynamics Integral. Spiral Dynamics wurde vom amerikanischen Psychologen Clare W. Graves in den 50er Jahren entwickelt. Als Entwicklungspsychologe erforschte er, warum Menschen unterschiedlich sind, warum manche sich verändern, andere nicht, und wie wir uns zwischen den auftauchenden und oft chaotischen Versionen der menschlichen Existenz einen besseren Weg bahnen können. Mit seinem Modell präsentiert uns Clare W. Graves eine umfassende und humane Gesamtschau der historischen und aktuellen Entwicklung der Menschheit.
Seine Theorie vertritt, dass Menschen unterschiedliche Existenzebenen durchlaufen, die jeweils durch ein eigenes Wertesystem charakterisiert sind. Auf jeder Ebene entwickeln Menschen eine bestimmte Denkweise und Weltsicht, die sich in ihrem Verhalten und ihren Handlungen wieder spiegeln. Diese Weltanschauungen beeinflussen alle Aspekte der Gesellschaft und werden in allen Lebensbereichen sichtbar: Politik, Ökonomie, Glaubenssysteme, Erziehung, Philosophie, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Medizin, Arbeitsstrukturen, Familie… Diese Existenzebenen haben sich im laufe der menschlichen Geschichte als die bestmögliche Antwort auf die jeweils herrschenden äußeren Lebensbedingungen entwickelt. Da diese immer größere Herausforderungen durch gesteigerte Komplexität stellen, passt sich der Mensch im Sinne der Evolution an, und entwickelt sich zu immer höheren Bewusstseinsstufen. Das heißt, dass die menschliche Natur ein offener, spiralförmiger, ständig sich entfaltender Prozess ist, der sich durch Quantensprünge von einer Ebene in die nächste vollzieht.
Graves unterscheidet 8 Existenzebenen, die wir hier in sehr verkürzte Form beschreiben.
Wenn wir uns von einer Ebene in die nächste weiterentwickeln, schließen wir die unteren Existenzstufen mit ein, und transzendieren sie. Dies bedeutet, dass alle unteren Wertesysteme uns weiter zugänglich sind und unser Denk- und Handlungsrepertoire sich erweitert. Auch wenn unser Schwerpunkt in einer bestimmten Existenzebene liegt, können dennoch je nach Lebensbereich andere Systeme in den Vordergrund treten. Zum Beispiel grün in einem familiären Kontext, orange im Sport und blau in Glaubenssachen.
Anwendungen
Als bio-psycho-soziale und spirituelle Systemperspektive hilft uns SDI Denkart, Gefühlswelt und Wertesysteme von Menschen zu erkennen und unterschiedlichste Prozesse in ihrer Dynamik der Wandlung und Transformation zu verstehen. Das Modell bietet ein sowohl hoch differenziertes als auch gut handhabbares Instrumentarium zur Entwicklung von natürlichen Lösungen oder Veränderungsstrategien, die zu dem besonderen aktuellen Lebenskontext des Menschen bzw. der Organisation/ des Landes passen.
Die Anwendungsmöglichkeiten sind so zahlreich wie die Lebensfelder selbst. Wir unterscheiden Mikro- Mezzo- und Makroanwendungen.
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